»Die zentrale Erkenntnis: Demokratie besteht nicht allein aus politischen Entscheidungen. Sie wird auch durch Symbole, Gegenstände und Rituale erfahrbar gemacht.«
Tanja Küchle, HR2-Kultur
Eine Mülltonne als Wahlurne, ein Raubvogel als Staatswappen, ein Orden in der Formensprache militärischer Tradition - die Zeichen unserer Demokratie sind uns fremd geworden, obwohl wir mit ihnen leben. Genau hier setzt Re-De-Re an: Das Projekt macht Wahlurne, Adler und Bundesverdienstkreuz zu Ausgangspunkten für einen offenen Redesign-Prozess. Über drei Jahre begleiten Forschende und Gestalter:innen den politischen Alltag von Abgeordneten - ihre Beobachtungen fließen nun in neue Entwürfe für die Symbole unseres Gemeinwesens. Die Ausstellung »Adler, Orden, Wahlurne« versammelt Arbeiten, die zeigen, was oft unsichtbar bleibt: Demokratie ist gestaltet - und soll gestaltbar bleiben, denn der Staat sind wir alle.
Wir haben es in der Hand, ihn so zu formen, dass jede Stimme gehört wird.
Kurator: Friedrich von Borries
Beteiligte Künstler:innen und Designer:innen:
Rozbeh Asmani, Uri Barnea, Moritz Bendl, Nehora Chajes, Maciej Chmara, Kadijatou Dahaba, Neta Magda Dror, Petra Esveld, Kane Tank, Agata Germain, Gestaltungszentrale Politik, Santiago Gomez, Esra Gülmen, Juan Guse, Jianping He, Jarek Kozakiewicz, Nadine Kolodziey, Pauli Muszi, Itay Noy, Ingo Offermanns, Krzysztof Oleksiak, Stanislaw Orlowski, Daniel Afriyie Owusu, Oxa, Haim Parzon, Peter Post, Emma Rahe, Anna Rosinke, Kaj Schlicht
Ausstellungsgestaltung: Friedrich von Borries und Philipp Cartier
Ausstellungsgrafik: Gihong “Kiki” Park
Wissenschaftliches Team: Sven T. Siefken, Friedrich von Borries, Juliane Baruck, Philipp Cartier
Gefördert von der VolkswagenStiftung